Bevölkerung soll die Zukunft der Gemeinde Wartau mitgestalten

Rund 185 Wartauerinnen und Wartauer liessen sich am Mittwochabend in der Aula Seidenbaum über Projekte informieren, welche die Zukunft der Gemeinde betreffen.

«Wir wollen alle auf den gleichen Wissensstand bringen», erklärte der Wartauer Gemeindepräsident Beat Tinner bei der Begrüssung zum Informationsanlass «Zukunft Gemeinde Wartau» das Ziel des Abends. Er zeigte sich erfreut, dass unter den Besucherinnen und Besuchern sowohl jüngere als auch ältere Gesichter zu sehen waren. Er forderte die Bevölkerung auf, in den kommenden Monaten in einem der Teilprojekte mitzuwirken. In Diskussionsforen soll zu den Themen Mobilität und Verkehr (Leitung: Matthias Nänni), Innovation und neue Technologien (Bruno Seifert), Raumplanung inklusive Umwelt und Natur (Beat Tinner) sowie die Zusammenarbeit und Dörferentwicklung (Andreas Bernold) diskutiert werden. «Visionäre Gedanken sind gefragt. Wir wollen zwar Bewährtes beibehalten, aber nicht nur auf Bestehendem aufbauen», sagt Tinner.

«Mobilität ist ein ganz zentrales Thema»

Bis im Herbst 2019 soll ein sogenannter «Leitstern» erarbeitet werden, der die Richtung der künftigen Entwicklung der Gemeinde Wartau vorgibt. Danach steht die Bearbeitung der Gesamtrevision der Ortsplanung mit der Innenentwicklungsstrategie an. Denn: In neun Jahren ist die Übergangsfrist des neuen Planungs- und Baugesetzes vorbei. Der Gemeinderat hat sich entschieden, mit Regio-Move, einem Unternehmen aus Bern, zukunftsweisende Mobilitätslösungen zu prüfen (siehe Text unten). «Mobilität ist ein ganz zentrales Thema bei der Erarbeitung des Richtplans und des Zonenplans», betonte Ueli Strauss. Er hat die Projektleitung für den Ortsplanungsprozess seit vergangenem Herbst inne. Strauss leitete während 17 Jahren das Amt für Raumentwicklung und Geoinformation (Areg) des Kantons St. Gallen und machte sich im vergangenen Jahr selbstständig.

Wie sollen sich die Siedlungen entwickeln? Wo soll Innenentwicklung stattfinden? Wie soll sich die Mobilität entwickeln? Wie will man mit Landschaft und Infrastruktur umgehen? Das sind Fragen, welche man sich bei der Revision der Ortsplanung stellen muss. Diese Entwicklungsziele sollen nun im kommenden halben Jahr definiert werden.

Neues Bauland, wenn überhaupt, in Trübbach

Der ehemalige Kantonsplaner Ueli Strauss erwähnte, dass es gewisse Rahmenbedingungen gebe, die durch den Kanton gesetzt seien. Eine Reduktion des Siedlungsgebiets sei beispielsweise im Wartau nicht notwendig. Hingegen sei ein Wachstum gegen aussen kaum möglich, weil mit den bestehend eingezonten Baulandparzellen das anvisierte Bevölkerungswachstum um 850 Personen bis 2040 beinahe erreicht werden kann. Sollten dennoch Einzonungen möglich sein, dann nur in Trübbach. Dies auf Grund der ab 2025 realisierten, neuen Haltestelle der SBB, respektive dem vorhandenen Anschluss an den öffentlichen Verkehr.

Originalartikel erschienen im Tagblatt
Redaktion: Corinne Hanselmann

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