Mein Referat zum Gewässerraum beim Projekt Littenbach

Es ist nicht einfach, Lösungen zu finden

Mehr als 120 Interessierte tauchten in technische Details des Hochwasserschutzprojektes Littenbach- Äächeli ein. Kritische Fragen folgten.

Hildegard Bickel

Bevor in der Mehrzweckhalle Au die Experten zu Wort kamen, stellte der Auer Gemeindepräsident Christian Sepin klar: «Wir reden noch nicht über die Parzellen der Bach-Anstösser.» Es ist zu früh, mit einzelnen Grundeigentümern zu diskutieren, wenn zuerst Bund und Kanton das Projekt prüfen müssen, das vom Fall eines extremen Hochwassers ausgeht. Es könnte sich alle 100 Jahre ereignen. Gestern Dienstagabend standen das Stollenprojekt Rosenberg und die Festlegung des Gewässerraumes im Projektgebiet im Zentrum. Schwerpunkte, die vom Publikum aufmerksam aufgenommen und kritisch hinterfragt wurden.

Littenbach über einen Stollen entlasten

Bei der Schlossbrücke prüfte ein Ingenieurteam, wie ein Tunnel den Littenbach entlasten könnte. Aufgrund zweier Bohrungen und dazugehörenden Berechnungen wäre ein Bau technisch möglich, mit einem Stollen, der nicht allzu sehr in Erscheinung tritt und die gleiche Wirkung erzielt wie ein offener Kanal. Beim Schlossbrugg-Sammler wäre nur eine Klappe sichtbar, die sich bei genug Wasser öffnet, damit nicht zuviel in Richtung Au fliesst, sagte Philipp Hartmann, Bernecker Gemeinderatsschreiber. Auf der anderen Seite des Rosenbergs würde das Wasser mit dem Hinterburgbach zusammenfliessen. Wie sich Sprengarbeiten gestalten würden, ist noch in Abklärung. Eine Folgefrage aus dem Publikum ergab sich zum Hinterburgbach, wo die Stollen-Planung zu einer Nadelöhr-Situation führen könnte. Georg Möller von der beauftragten IUB Engineering räumte ein, dies beachten zu müssen. Zum jetzigen Zeitpunkt sei diese Stelle noch nicht ins Projekt aufgenommen worden. Daraufhin befand der Fragesteller, zentrale Punkte seien noch nicht gelöst. Später beim Apéro waren die vorwurfsvollen Stimmen etwas milder gestimmt – «Lösungen zu finden ist nicht einfach» – da das Projektes in viele Details verästelt ist. «Wir
hätten 100 Folien zeigen können», sagte Christian Sepin. Was aber den Rahmen der Veranstaltung gesprengt hätte. Deshalb sprach pro Schwerpunkt eine Fachperson, um die Neuheiten hervorzustreichen. Das Meliorationsprojekt, die Bodenverbesserung im Gebiet Kloteren, war relativ rasch aufdatiert. Zwei Drittel der betroffenen Eigentümer gaben ihre Zustimmung zum Projekt, das weiter bearbeitet wird. Die nächste Infoveranstaltung ist Ende Jahr vorgesehen.

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Originalartikel erschienen im "Der Rheintaler" am 4. September 2019

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